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  • gnadiator : Sandra W. - man glaubt es nicht ...
  • Guest_1321 : Hi Stefan, was ist das für ne Seite= Grüßle von der kleinenfrechenSa ndraWeiß btw ich hab dich gegoogelt, weil ich wissen wollte, was so über die Jahrebei dir passiert ist, ich hab dich früher wirklich gern gehabt. Mail mir dochmal ...
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„Hell storms“: DESTRUCTION over Nürnberg!

DESTRUCTION - Nürnberg, Hirsch (22. Dezember 2008)

Nach Jahren kehrt meine einstige Lieblings-Thrashkapelle (damals in der subjektiven Gunst noch weit vor METALLICA, SLAYER, KREATOR und EXODUS) zurück in die Stadt: DESTRUCTION over Nürnberg – kann man die Weihnachtszeit geschmackvoller einläuten? Also flugs Kutte, Lederjacke und Patronengurt aus dem Schrank gezerrt und ab in den Hirsch …

DEBAUCHERY (The Dollinger Escape Plan et moi präferieren die französische Aussprache) stehen bereits blutbesudelt auf den Brettern, um ihre death-/grind’n'rollige Schlachtplatte dem fränkischen Publikum zu kredenzen. Der Vierer ist sowas wie die Kurzhaardackel-Variante von SIX FEET UNDER – und hätte gerne so viel Rock’n'Roll im Blut wie Barnes & Co. (einst hatten). Aber die Sache mit AC/DC ging irgendwie anders. Stattdessen gilt mal wieder: Stumpf ist Trumpf. Brav und hüftsteif rockt das Quartett aus Stuttgart durch sein guturales Set, das den Geschmack der versammelten Bangerschar trifft. Wenn’s schön macht …

DESTRUCTION - Nürnberg, Hirsch (22. Dezember 2008)Nach kurzer Umbaupause steigen DESTRUCTION mit „Soul Collector“ vom vorletzten Album „Inventor Of Evil“ geschmeidig in einen kurzweiligen Abend ein, bei dem alte Hits, Material nach der Reunion sowie eine Handvoll Raritäten geschickt und geschmackvoll zu einem abendfüllenden Programm zusammengestellt wurden.

„Maul halten und Moshen!“ gibt Deutschlands meister Metalposer Schmier das Motto für den Abend vor, während sich Mike an den sechs Seiten erneut nachdrücklich für den Titel „König unter den Teutonen-Thrash-Gitarristen“ empfiehlt (doof quergedacht, aber der Mann ist passionierter Schachspieler – erklärt das ein derart bizarres, unfassbar eigenständiges Riff wie von „Mad Butcher“?). Der Mob tut wie ihm geheißen: Im luftig gefüllten Hirsch wird geschubst und gedrängelt, Fäuste werde gereckt, Köpfe und Haare fliegen.

DESTRUCTION - Nürnberg, Hirsch (22. Dezember 2008)

So weit, so gut. Was mir das Wiedersehen ein wenig verleidet, ist die Tatsache, das DESTRUCTION seit ihrer Reunion zum Jahrtausendwechsel imho nichts mehr brauchbares auf die Beine gestellt haben. Die neuen Scheiben sind allesamt nur noch Durchschnitt – was man meiner Ansicht nach auch live auf Anhieb merkt: Altes und neues Material trennen qualitativ Welten.

Die jungen Headbanger vor der Bühne sehen die Sache naturgemäß anders und gehen zu jüngeren Stücken wie „Nailed To The Cross“ und „The Butcher Strikes Back“ (grauenhafte Nummer!) steil, während ich Klassiker wie „Curse The Gods“ und das PLASMATICS-Cover „The Damned“ nur am Intro beziehungsweise an der Ansage identifizieren kann. Da haben die Jungens zum Teil ganz schön umarrangiert, ihre ollen Schoten ordentlich gepimpt und in ein modernes Soundgewand gepackt, das anständig wumst.

DESTRUCTION - Nürnberg, Hirsch (22. Dezember 2008)Klar: So charmant-nostalgisch der Rumpelsound in den 80ern war – mit dem hätten sie im neuen Jahrhundert unmöglich zurückkommen können. Mit einer krachenden Peter Tägtgren-Produktion (oder wer die Truppe auch im Moment gerade produziert) klingen DESTRUCTION im Millenium jedoch weitgehend austauschbar und wie jede andere Thrash/Death-Combo auch. Nur dann und wann scheinen noch Mikes Gitarrentricks und Schmiers unvergleichliches, die Zeiten überdauertes Organ aus dem Einheits-Soundgewand durch.

Details, mag sein. Der Abend war auch echt okay, da gibt es nix.

setlist DESTRUCTION - Nürnberg, Hirsch (22. Dezember 2008)

  
mood : thrashed!
music : DESTRUCTION - Live Without Sense

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